Heizkörperberechnung: Wie Du sie richtig machst!

Falls du vor hast einen Raum mit nur einem Heizkörper zu beheizen ist die Frage nach der Größe sehr wichtig. Wie du eine Heizkörperberechnung richtig machst beschreibe ich in diesem kurzen Beitrag. Damit du selbst feststellen kannst welche Heizleistung ein Heizkörper haben muss den du kaufst.

Welche Heizleistung benötigt mein Heizkörper?

Ein Heizkörper soll einen Raum auf mindestens 22° aufwärmen können. Mehr oder weniger ist dein persönlicher Geschmack. 22° ist der allgemeine Richtwert. Eine höhere Temperatur ist in einem Bade- oder Wohnzimmer für viele wichtig. Immerhin sollten die Temperaturen nach dem Duschen nicht so niedrig sein, dass du frieren musst.

Damit du keinen Heizkörper mit einer zu großen Dimension einbaust, gibt es ein paar Grundberechnungen die du anstellen musst. Dadurch kannst du aus zwei verschiedenen Gründen Geld sparen:

  • Ein kleinerer Heizkörper kostet weniger
  • Ein Heizkörper mit zu viel Leistung verbraucht mehr Energie. Das ist für deinen eigenen Geldbeutel und die Umwelt schlecht.

Heizkörperberechnung

Die Berechnung ist vor allem dann wichtig, falls du deinen Raum ausschließlich mit einem Heizkörper beheizen möchtest. Falls du zum Beispiel nur zusätzlich einen Handtuchheizkörper in deinem Badezimmer installieren möchtest, ist das nicht so wichtig. In diesem Fall empfiehlt es sich aber auf einen Heizkörper mit einer geringeren Leistung zurückzugreifen. In diesem Fall muss der Heizkörper einfach nur deine Handtücher erwärmen. Das selbe gilt in Räumen mit einer Fußbodenheizung. Ein zusätzlicher Heizkörper ist dann nur ein Beiwerk.

Die grundlegende Formel für die Berechnung:

Größe des Raumes in Quadratmeter (qm) x Heizleistung in Watt pro Quadratmeter (Watt/qm) = Heizlast in Watt

Notwendige Heizleistung:

  • Die Heizleistung in einem Neubau soll rund 100 Watt/qm betragen
  • In einem ungedämmten Altbau oder Neubau solltest du mit 150 Watt/qm rechnen.

Folgende Zuschläge können notwendig sein:

  • 20 Watt/qm: Zuschlag ohne eine Wärmeschutzverglasung
  • 10 Watt/qm: Zuschlag für ein freistehendes Haus
  • 10 W/qm: Zuschlag für eine Raumhöhe über 2,60 m

Beispiel:

  • Du möchtest ein 10 Quadratmer großes Badezimmer in einem gedämmten Neubau beheizen. Es gibt keine anderen Heizquellen im Badezimmer.

10qm x 100 = 1000 Watt

Der Heizkörper im Badezimmer sollte also eine Leistung von mindestens 1000 Watt Heizlast aufweisen.

  • Du möchtest einen 10 Quadramter großen Raum in einem ungedämmten Altbau beheizen. Es gibt keine anderen Heizquellen im Raum.

10qm x 150 = 1500 Watt

  • Der Heizkörper in einem ungedämmten Altbau mit keinen anderen Heizquellen sollte eine Heizlast von zumindest 1500 Watt aufweisen.

Du möchtest ein 10 Quadratmeter großes Badezimmer mit einem Handtuchheizkörper in einem gedämmten Neubau, mit einem bereits installieren Heizkörper, mit einer Heizleistung von 1000 Watt  zusätzlich ausrüsten.

In diesem Fall ist kein zusätzlicher Heizkörper für die Beheizung des Raumes notwendig. Das erledigt schon der bereits installierte Heizkörper. Du solltest also einen Heizkörper mit einer so geringen wie möglichen Heizleistung installieren. Deine Handtücher werden trotzdem trocken werden. Eine Idee zum Energie sparen wäre in diesem Fall eine Zeitschaltuhr bei einem elektrischen Heizkörper. Zentralheizungen regulieren sich von selbst.

Zusammenfassend

Eine Heizkörperberechnung ist wirklich nicht so schwierig. Das solltest du schon alleine durch meine drei Praxisbeispiele erkannt haben. Halte dich also an diese grobe Formel. Damit findest du ohne große Probleme die richtige Heizleistung für einen Raum heraus.

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